Zeit zum Lesen (Taskinator 8)

Audio Taskinator 8

Auch wenn ich täglich die ganze Zeit am Bildschirm hänge und zwischendurch Mails und News am Handy checke, bin ich mit bewusst, dass in meinen Regalen viele gute Bücher stehen. Seien es Romane oder Fachbücher. Der Vorsatz „Dieses Jahr (noch) mehr (Bücher) lesen.“ ist fast jedes Jahr unter den guten Neujahsvorsätzen.

Und es gelingt mir auch immer besser.

Ein paar Tipps wie ich es angehe.

– In Jacken habe ich in der Innentasche ein kleinformatiges Buch, meist ein Reclam-Band (die gibt es auch zu Philosophie oder Geschichte, Politik oder Soziologie) oder ein ‚komprimiertes‘ Mini-Fachbuch mit kleinen Tipps zum Businessalltag.
– Im kleinsten Raum meiner Wohnung *räusper* liegt immer ein Buch bereit.
– Ich versuche, häufiger Zug zu fahren und habe dann immer ein Buch dabei. Bei Arztterminen sowieso.
– Auf Ausflügen gibt es oft Wartezeiten (beispielsweise kürzlich im Freizeitpark), auch da schadet es nichts, ein dünnes Buch „mitzuschleppen“. Ich habe meins beim letzten Freizeitparkbesuch fast ausgelesen, während ich auf die Familie wartete oder in Warteschlangen stand.
– Die in einem Jahr gelesenen Bücher stelle ich zunächst an eine bestimmte Stelle im Regal. So habe ich auch ein optisches Feedback, wie nahe ich meinem Jahresvorsatz komme.
– Genauso haben die „Bücher die ich lesen will“ eine bestimmte Stelle – diese Stelle sollte man immer mal wieder ‚priorisieren‘ und die besonderen Schmankerl alle nach links räumen. So entsteht eine visuelle Prio-Liste und es fällt leicht ein „wirklich gutes Buch“ spontan zu greifen.


Fasten: Veränderung auf Zeit (Taskinator 6)

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Das erste Mal seitdem ich als Drittklässler im Kommunionsunterricht war, versuche ich, wieder zu „Fasten“.
Will heißen: Für eine Zeitspanne auf etwas verzichten, was zur Gewohnheit geworden war.
Ich kann mich nicht einmal mehr daran erinnern, wie es damals funktioniert hat.

Ich habe mir vorgenommen, sechs Wochen auf Alkohol zu verzichten.
Die Hypothese ist, dass mir das nicht besonders schwer fällt, aber die Gewohnheit bestand halt in dem Bier nach dem Sport oder den Wein mit der Ehefrau zum Lesen am Abend.

Der Vorteil des zeitlich begrenzten Verzichts ist so psychologisch wie sozial:
Psychologisch kann man sagen „Ich gebe es ja auch nicht ganz auf, nur für ein paar Wochen.“, und einem latenten sozialen Druck kann man begegnen mit einem „Ich haben mir vorgenommen, sechs Wochen lang dies oder jenes zu lassen.“

Und wenn es schief gehen sollte, ist man ja auch nicht ganz gescheitert und kann nach sechs Wochen neu anfangen (oder schon früher).
Wenn es aber klappt und Sie eine positive Veränderung verspüren, dann ist es ja nicht ausgeschlossen, dass sich Ihr Verhalten auch langfristig diesem positiven Gefühl anpasst, das Sie sich nun ‚erfastet‘ haben.

Ich jedenfalls habe nach weniger als einer Woche „fasten“ schon deutlich abgenommen wo vorher das Gewicht stagnierte.

Wichtig: Sie müssen ja diese „Aktion“ nicht auf die Fastenzeit beschränken und können so mehrmals im Jahr posituve Veränderungen anstoßen.


Balancing mit der Wiedervorlage (Taskinator 5)

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Egal, ob Sie die 43-Folders benutzen, einen Kalender, Onlinetool oder ein anderes Wiedervorlagesystem:

 

Verwenden Sie doch die Wiederorlage, um sich die Mindmaps mit Ihren Rollen, Ihre Jahres- und Langzeitziele ins Gedächtnis zu rufen und zu aktualisieren. Grundsätzlich gilt dabei: Je weiter ein Ziel in der Zukuft ist, desto seltener brauchen Sie darüber nachzudenken, ob es insgesamt noch aktuell ist und ob es genügend Projekte gibt, die auf es hinarbeiten.

 

Projektlisten sieht man wöchentlich durch, Jahresziele monatlich, Rollen etwa vierteljährlich, Dreijahresziele mindestens jährlich und dem Leben eine Neuorientierung gibt man auch nicht „einfach so zwischendurch“. Hier sind es allerdings eher äußere – oder gravierende innere – Ereignisse, die Neuorienterungen anstoßen. Aber auch hier kann man alle paar Jahre fragen: Lebe ich noch „mein Leben mit meinen Zielen und Grundwerten“? Oder muss das eine dem anderen wieder angepasst werden?


Schlüsselwerkzeug: Papierkorb (Taskinator 4, Podcast)

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Was uns manchmal am Aufräumen hindert, ist ein zu kleiner Papierkorb. Mein Papierkorb ist eine Bananenkiste. Sie nimmt die Ergebnisse auch den größten Ausmist-Anfalls auf. Ganze Zeitschriften-Jahrgänge hat sie schon geschluckt.

Und wer richtig enthemmt wegwerfen will, der stellt gleich zwei Bananenkisten hintereinander unter den Schreibtisch. Ist die erste voll, wird zunächst die zweite gefüllt, erst wenn die ebenfalls voll ist, wird die zuerst gefüllte Kiste geleert und die als zweites gefüllte Kiste wird nach hinten geschoben. Nun dient die erste Kiste wieder so lange als Papierkorb, bis sie ebenfalls voll ist. So kann man unbesorgt wegwerfen und hat einige Tage „Müll-Puffer“, falls man doch etwas weggeworfen haben sollte, das man noch benötigt.